Voraussetzungen
Die Alp ist kein Hotel und unsere Gäste müssen über Outdoorerfahrung verfügen, damit sie sich auf der Alp zurecht finden. Die Nächte werden meist kalt und ein warmer Schlafsack ist nötig. Wichtig ist das beachten der Waldbrandgefahr bei zunehmender Trockenheit des Bodens. Feuer machen im Freien ist nicht mehr angesagt.
Platzverhältnisse
Die Alp Collo besteht aus zwei Rustici. Im Fienile hat es Betten für 7 Personen (plus 2 Klappbetten). Oberhalb der Küche befinden sich 2 Betten. Zelten auf dem Areal ist möglich mit einem warmen Schlafsack.
Lebensmittel
In Calascio oder Intragna gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Der nächste Laden befindet sich bei der Bahnstation Cavigliano. Einkaufen und Planen im Vorfeld ist auch wichtig für das Einteilen des Gewichtes beim Gepäck. Es gibt auf der Webseite eine Inventarliste die nach jedem Aufenthalt aktualisiert werden muss.
Frische Minze für Tee und Rosmarin ist reichlich vorhanden auf der Alp :)
Für den Zugang zum aktuellen Inventar kontaktiere bitte amici@collo.ch.
Feuer
Bei Trockenheit besteht erhebliche Brandgefahr! Es darf kein Feuer im Freien gemacht werden. Aktuelle Lage: Walbrandgefahr
Wasser
Das Wasser stammt aus einem nahegelegenen Bach und sollte nicht direkt getrunken werden. Kohlenfilter oder Abkochen verhindert Infektionen. Bei Ankunft sollte sogleich kontrolliert werden, dass die Wasserleitungen nicht verstopft sind. Ein polnischer Badeofen erhitzt Wasser in etwa 20 Minuten. Für diesen Ofen werden die kurzen Holzscheite verwendet.
Kochgeschirr
Beschichtete Pfannen erfordern sanfte Behandlung ohne Metallgegenstände.
Das Wok-Eisenblech ist heilig: Es darf nicht mit Spülmittel und schon gar nicht mit scheuerndem Material gereinigt werden.
Schlafen
Acht Matratzen sind vorhanden und müssen mäusesicher gelagert werden. Die Matratzen sollten nie draussen am Boden oder auf der Wiese benutzt oder gelagert werden wegen den Herbstgrasmilben.
Herbstgrasmilben
Herbstgrasmilben befinden sich im Gras, im Unterholz und in den Blättern und können bei Hautkontakt zu juckenden Stellen und roten Punkten führen - auch ein paar Tage später! Lavendel hilft in der Prävention und zum lindern des Juckreizes. Insbesondere auch bei Hunden welche diesen Tierchen noch mehr ausgesetzt sind. Schutzmassnahmen: Kurz gemähte Wiesen, Lavendelöl, Kokosöl, Neemöl und guter Vitamin B12 Speicher helfen.
Das stille Örtchen
Die Toilette auf der Alp Collo ist ein «Plumpsklo» mit Aussicht ins Tal.
Die Exkremente zersetzen sich jedes Jahr selbstständig in dieser Grube. Der Mikroorganismus sollte aus diesem Grund nicht gestört werden mit Lebensmittel- oder sonstigen Abfällen. Asche kann bei starken Geruchsemissionen zurückhaltend gestreut werden.
Kompostierung
Küchenabfälle gehören südwestlich der Alp in den Wald katapultiert. Je näher an der Alp die Resten entsorgt werden umso mehr kommen die Wildschweine und Mäuse zu Besuch.
Holz
Gäste sollen mindestens soviel Holz neu spalten, wie sie während ihrem Aufenthalt verbrauchen.
Mit dem geplanten Heizstab in einem Boiler der mit Sonnenenergie gespeist wird kann in Zukunft Holz sparsamer eingesetzt werden. Das Holz muss nach dem Fällen der Bäume mindestens zwei Jahre gelagert werden bevor es eingesetzt werden kann.
Solarstrom
Kleine Solarzellen laden schwarze Batterien tagsüber für LED-Beleuchtung und Handys.
Der Kühlschrank wird durch die Solarzelle gespeist welche täglich nach dem Sonnenstand ausgerichtet werden kann für genug Strom.
Badezuber
Der Kupferkessel benötigt 3–4 Stunden zum Aufheizen. Nicht überlaufen lassen, da heisse Steine zerspringen können.
Mäuse und Gris gris
Mäuse und Siebenschläfer erfordern sichere Lagerung von Lebensmitteln in Kisten oder Dosen. Circa alle sieben Jahre gibt es eine Mäuseplage.
Zecken
Regelmässige Kontrolle wird empfohlen, besonders im Laub und bei Wasserstellen. Rötungen erfordern eine ärztliche Untersuchung.
Schlangen und Echsen
Eidechsen sonnen sich gerne auf Steinen. Feuersalamander sind giftig und sollten nicht berührt werden. Die Äskulapnatter vor dem Fienile hilft gegen Mäuse.
Meist sind Schlangen nicht sichtbar da sie sich bei Erschütterung des Bodens in die Steinzwischenräume verziehen.
Schlangen Schweiz: Es gibt in der Schweiz sechs ungiftige Natterarten, die giftige Aspisviper und die giftige Kreuzotter. Giftige einheimische Schlangen kann man von ungiftigen anhand der Augen unterscheiden: Die giftigen Schlangen haben geschlitzte Pupillen, die ungiftigen runde.
Wandertips:
Feierabendtour (3h): Rund um die Aula
Die Aula ist der höchste Punkt des Monte Comino, des Berges auf dem die Alp liegt. Eine dreistündige Panoramarunde führt über Comino, mit 300 m Auf- und Abstieg (T2).
Entlang der Isorno (7h): Via delle Vose
Das kurze und einfache Teilstück entlang der Isorno zwischen Intragna und Loco eignet sich bestens, um die Gegend kennenzulernen. Rückreise per Postauto oder weiter nach Calascio (T2).
Weitblick (9h): Pizzo Ruscada
Gerüchte besagen, dass bei klarem Wetter vom Pizzo Ruscada der Mont Blanc zu sehen ist. Der felsige Gipfel bietet Panoramablicke über die Täler und Alpengipfel. Der Aufstieg dauert ca. 4,5 Stunden mit 1100 m Höhendifferenz (T3).
Vis-à-vis über den Berg (12h): Passo della Maggia
Diese 12-Stunden-Route überquert zwei Bergpässe und bietet Einblicke in zwei Täler. Gesamtdistanz: 41 Kilometer, 2800 m Aufstieg (T3).
Alte, nicht offizielle Wege
Historische Routen anhand von Wanderkarten der 1950er–60er Jahre führen zu verlassenen Alpsiedlungen und Ruinen. Erreichbar via GPS-Navigation.
Baden im Isorno
Mehrere Abschnitte entlang der Isorno bieten Bademöglichkeiten und Canyoning-Erlebnisse. Entsprechende Ausrüstung und Erfahrung ist erforderlich.
