Merkblatt und Checklisten

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Checkliste vor Verlassen von Collo
Die Checklisten befinden sich hier.

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Anreise 
Es macht Sinn, dass man die Alp nicht zu spät am Abend erreicht. Das Einrichten insbesondere des Wassers und das Kochen bei Tageslicht ist sehr wertvoll. Stirnlampen sind praktisch.

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Einkaufen
In Calascio oder Intragna gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Das nächste Coop ist an der Bahnstation von Cavigliano. Das Einkaufen Zuhause hat sich bewährt.

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Wasser - kein Wasser
Das Wasser kommt aus einem nahegelegenen Bach und läuft durch ein Schlauchsystem zur Alp. Es sollte nicht direkt getrunken werden. Die Benutzung von aktiven Kohlenfiltern oder das Abkochen von Wasser kann allfällige Infektionen durch kontaminiertes Wasser verhindern.

Wenn kein Wasser läuft, sollte das bei Ankunft prioritär behandelt werden. Es wird schnell dunkel.
Es gibt zwei Wasserfassungen und ein Zwischentank. Ursachen für kein Wasser können sein:
-Schlauch nicht mehr in der Fassung oder verstopft: Man kontrolliert die Fassung oberhalb des Wanderweges, fixiere den Schlauch neu in der Fassung, achte darauf, dass beim Fixieren das Netz nicht durchbrochen wird. Falls das Netz defekt ist, den Schlauch von Blättern und sonstigem Material säubern und einen neuen Filter fixieren.
-Luft im Schlauch/System: Man überprüfe dass der Wasserschlauch mit Wasser gefüllt ist. Das gelingt indem der Schlauch abgehend vom Tank zuerst steil abwärts gerichtet ist. Man überprüfe ob der Schlauch intakt ist oder von einem Steinschlag beschädigt wurde.
Ziel: Wassersystem ist vollständig gefüllt, es wird keine Luft angesogen und das Wasser fliesst.

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Warmwasser
Der polnische Badeofen liefert mit wenigen Holzscheitchen wunderbar warmes Wasser zum Duschen und Abwaschen innerhalb von 20 Minuten. Das Holz exklusiv für diesen Ofen befindet sich draussen gegenüber der Latrine. Es ist extra klein und soll nur für diesen Badeofen verwendet werden (angeschrieben).
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Schlafen
Ein dünner Schlafsack reicht im Sommer aus, da beide Häuser nun besser isoliert sind und mit Kanonenöfen beheizt werden können. In den beiden Häusern befinden sich insgesamt 8 Matratzen, die Mäusesicher aufbewahrt werden. Die Matratzen sollten nie draussen am Boden oder auf der Wiese benutzt oder gelagert werden. Beim Verlassen der Alp ist es unumgänglich, die Stoffmatratzen hängend und Mäusesicher zu installieren (wegen div. Ungeziefer)

Um die Matratzen zu schonen bitte einen Überzug mit einem sauberen Laken verwenden. Entweder wird dieser selbst mitgebracht oder es sind saubere Fixleintücher im schwarzen Schrank neben der Eingangstüre in Fienile vorhanden. Für kältere Nächte sind zusätzlich 6 Steppdecken vorhanden. Bitte sauber halten und nach Gebrauch wieder in die Aufbewahrungsbeutel versorgen. Diese werden 1x jährlich von uns ins Tal geflogen und gewaschen.

Für Aussenübernachtungen sollte ein eigenes Mätteli hochgenommen werden.

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Holz
Es ist erwünscht, dass die Gäste mindestens soviel Holz neu spalten, wie sie während iher Anwesenheit verbrauchen. Zum Nachfüllen neben den Öfen und dem Waschhafen sollte trockenes Holz aus der Werkstatt verwendet werden. Das Holz muss je nach Verwendung in unterschiedlicher Grösse geschnitten werden. Insbesondere das Herstellen der kleinen Scheite für den Badeofen und für die Küche ist sehr arbeitsaufwendig. Bitte verwendet diese wirklich nur für die vorgesehene Bestimmung.

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Waschhafen - heilig
Die beiden Waschhäfen sind da um heisses Wasser für den Abwasch, Kleiderwäsche, Dusche oder die „Kübeldusche“ zu erhitzen. Das Becken des Waschhafens bitte immer sauber halten und nur mit einem sauberen Gefäss das Wasser schöpfen.

ACHTUNG: Ein Waschhafen verfügt über zwei Wasserkammern (ein verborgener Boiler und das darübergelegene offene Becken). Beim Einlassen des Wassers füllt sich der Waschhafen von unten nach oben; zuerst also der Boiler und dann via Schwenkhahn das offene Becken.

WICHTIG: Bevor das Feuer entfacht wird müssen beide Kammern mit Wasser gefüllt sein, sonst gehen die Schweissnähte kaputt. Der eine Waschhafen rinnt ein bisschen und verliert somit konstant Wasser. Bitte daher regelmässig Wasserstand kontrollieren. 

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Feuer -  Cave
Bei Trockenheit Brandgefahr! Es darf kein Feuer im Freien gemacht werden.
Waldbrandgefahr aktuelle Lage

Bei viel Wind müssen Vorsichtsmassnahmen getroffen werden.
Die Grösse der Holzstücke bitte an die Grösse der Feuerstelle anpassen. (Das heisst: Innen kleine, gespaltene Hölzer verwenden; und Aussen, wenn möglich grobe Äste).
Soviel Holz hacken wie man selber verbraucht. Mehr ist auch erwünscht :-)
Beim Verlassen der Alp Feuerstelle ausräumen und Bestenfalls für den nächsten vorbereiten.
Anzündwürfel befinden sich oberhalb des Cheminée in der Küche.

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Solarstrom
Es befinden sich im Schlafraum beim Fenster zwei kleine Solarzellen. Bitte die Solarzellen dort belassen und die schwarzen Batterien tagsüber dort laden. Die schwarzen Batterien können Abends für die LED Beleuchtung oder für das Laden der Mobiltelefone genutzt werden.

Es gibt zwei weitere, grösseren Solarzellen welche bei erhöhtem Strombedarf benutzt werden können (Laptop). Letztere können auf dem Waschhausdach deponiert und nach der Sonne ausgerichtet werden. 

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Kühlschrank - Gas 
Der Kühlschrank in der Küche ist mit Gas betrieben. 1. Gas anstellen, 2. Drehknopf links auf Flamme stellen. 3. Drehknopf für Temperaturregelung auf hoch und während dem Anlassen gedrückt halten. Anlasser rechts kurz drücken. Drehknopf loslassen. Bitte das Gas beim Verlassen der Alp abstellen, den Kühlschrank leeren, putzen und desinfizieren (Schimmelbildung ist leider im Alpklima kaum vermeidbar) und die Türe leicht geöffnet fixieren.

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Badezuber - Kupfer und Käse
Der volle Kupferkessel braucht je nach Holz 3-4 Stunden bis er heiss ist wenn man konstant Feuer macht. Die langen Äste eignen sich besonders gut  für das Feuer unter dem Kupferkessel.

Die heissen Steine auf welchen der Kupferkessel gebettet ist können zerspringen wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen. Kessel  aus diesem Grund also während dem Feuern nicht überlaufen lassen.
Beim Verlassen der Alp Kessel mit Schlauch leeren und ein grosses Holzstück reinlegen damit die Tiere hochklettern können wenn sie reinfallen. Kupfer wirkt desinfizierend.

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Mäuse - Rette sich wer kann
Grundsätzlich knabbern die Mäuse Alles an. Am liebsten Matratzen, Seifen, Esswaren, Werkzeuge und bei einer Mäuseplage sogar menschliche Zehen.
Alle Esswaren und Ähnliches sollten Mäuse- und Siebenschläfer sicher in Kisten oder Büchsen aufbewahrt  werden.  Auch Anzündwürfel sind bei den Nagern beliebt.
Circa alle sieben Jahre gibt es eine Mäuseplage. Rette sich wer kann. Das letzte Mäusejahr war im 2017. Eine Kiste mit Mausefallen befindet sich in der Werkstatt.

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Zecken - check
Es gibt Zecken in der Umgebung. Insbesondere fällt auf, dass die Zecken sich gerne bei der Wasserstelle oder grundsätzlich unter dem Laub tummeln. Eine regelmässige Kontrolle (Achselhöhlen, Leisten usw.) wird empfohlen.
Bei einer Rötung der Grösse eines Fünffrankenstücks ist eine Kontrolle beim Arzt indiziert. Borreliosefälle nehmen auch im Tessin zu.


Herbstgrasmilben
Herbstgrasmilben, resp. deren Larven sind von blossem Auge kaumt erkennbar. Sie befinden sich je nach Witterung im Gras und warten auf Opfer. Sie können von April bis Oktober beissen, wenn das Wetter für sie stimmt. Man spürt sie nicht. Ihre Bisse spürt man erst 24 Stunden später, wenn die Milben schon längst wieder weg sind, deshalb bringt sie das Opfer nicht mit dem Aufenthalt im Gras in Verbindung und meint sie kämen aus der Bettwäsche. Herbstgrasmilben überleben aber nicht in Haus oder Wäsche. Sie beissen in die obere Hautschicht und saugen Zellsäfte und Lymphe Sie übertrage keine Krankheiten in Europa aber nach 24 Stunden fangen die Bisse fürchterlich an zu jucken und das bis zu 7 Tage lang. Nicht kratzen! In der Apothekerbox hat es Stilex - das hilft. Auch Cortisoncréme oder ein Antihistaminika wie Cetallerg kann helfen.

Massnahmen gegen Herbstgrasmilben
Nicht ohne Schutz ins Gras liegen oder sitzen. Die Wiese vor dem Haus immer kurz gemäht halten. Wir besprühen diese Wiese auch mehrmals pro Saison mit einem Niemölauszug. Lavendel mögen die Milben nicht. Auch soll das präventive Einreiben des Körpers mit Kokosöl gegen die Milben wirken. Unterlagen welche gegen Ungeziefer behandelt sind als Sitz und Liegeunterlage. Keine Matratzen und Wäsche aus dem Haus im Freien benutzten.
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Schlangen und Echsen

Eidechsen sonnen sich gerne auf den warmen Steinen. Bitte nicht berühren - sonst lassen sie den Schwanz fallen.
Die bei Regen oft sichtbaren Feuersalamander sind nicht gefährlich, sollten aber ihres Giftes wegen auch nicht berührt werden. Bei Kontakt Hände waschen, kein Schleimhautkontakt!
Meist sind Schlangen nicht sichtbar da sie sich bei Erschütterung des Bodens in die Steinzwischenräume verziehen. Auf der Alp Collo wurden selten Schlangen gesichtet.

Schlangen Schweiz: Es gibt in der Schweiz sechs ungiftige Natterarten, die giftige Aspisviper und die giftige Kreuzotter. Giftige einheimische Schlangen kann man von ungiftigen anhand der Augen unterscheiden: Die giftigen Schlangen haben geschlitzte Pupillen, die ungiftigen runde.

Merkblatt Tierschutz Schlangen

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